Die ohnehin große und vielfältige Museumslandschaft von Washington, DC erhält ab dem 26. Juni 2026 prominenten Zuwachs, wenn die National Geographic Society in der Stadt ihr
Museum of Explorations (Museum der Entdeckungen) nach grundlegender Neugestaltung wieder eröffnet. Eingebettet in den ehrwürdigen, rund 130 Jahre alten Campus der Gesellschaft, stehen auf einer Fläche von über 9.000 Quadratmetern die Geschichten hinter den Expeditionen auf allen Kontinenten sowie die Arbeit von Forschern und Entdeckern im Mittelpunkt. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 300 Millionen US-Dollar zählt das neue Museum zu den größten gegenwärtigen Kulturprojekten in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten.
Mit AR und riesigen Projektionen den Tieren ganz nahekommen
Die interaktiven Ausstellungen im Museum of Explorations verwenden neueste Technologien, lebensechte Inszenierungen und cinematische Galerien, um Besucher tief in die Faszination der Natur und unseres Planeten hineinzuziehen. Zum Beispiel bei
Into the Field AR auf dem Vorplatz. Hier schlüpfen die Besucher mithilfe von Augmented Reality (AR) und ihrer Mobiltelefone in die Rolle von Naturfotografen und können virtuell zwanzig Tierarten in ihren bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten „natürlichen“ Habitaten erleben. Abends verwandelt sich der gesamte Vorplatz für eine Stunde in die immersive
Nighttime Experience, eine Unterwasserwelt mit spektakulären Licht- und Soundeffekten sowie riesigen Projektionen auf der Glasfassade der Eingangshalle.
Wie Fotografen und Forscher arbeiten
Ein überaus beliebter Anziehungspunkt im Museum dürfte
In Focus werden. Hier werden Höhepunkte aus der Fotosammlung der Gesellschaft mit spektakulären Tieraufnahmen stimmungsvoll in Szene gesetzt. Ergänzend dazu kommt die Sonderausstellung
Photo Ark: Animals of Earth, die Biodiversität anhand spektakulärer Aufnahmen des Tierfotografen Joel Sartore präsentiert. Dieser hat Tausende Tierarten dokumentiert und von kleinsten Vertretern der Fauna bis zu riesigen Säugetieren zum Teil noch nie gesehene oder intime Szenen von Müttern mit ihren Jungen eingefangen.
Rolex Explorer Landing zeigt die vielseitige Arbeit von Forschern, die von der Gesellschaft unterstützt werden. Besucher begleiten sie auf ihrem spannenden Weg von der ersten Idee bis zur Expedition und der anschließenden Auswertung. Das
National Geographic Learning Launchpad wendet sich insbesondere an jüngere Gäste und vermittelt zum einen die hohe Bedeutung von Geografie, will aber auch Neugier wecken, kritisches Denken fördern und zu einem tieferen Verständnis der Erde beitragen.
Ein durch und durch reizvolles Archiv
Dass Archive alles andere als staubig sein können, erleben Besucher im Bereich
The Archives, der einen Blick hinter die Kulissen und in das riesige Magazin der National Geographic Society bietet. Mehrere Hundert Fotos, Filmaufnahmen, Artefakte und Tonaufzeichnungen offenbaren, wie aus einer Idee im Feld eine fertige Reportage fürs Magazin entsteht. Dessen erste Ausgabe erschien 1888 und wurde an die damals 205 Mitglieder der National Geographic Society der Gesellschaft verteilt. Seitdem hat sich viel getan. Wie viel, lässt sich in der
Magazine Gallery erahnen. An der riesigen, digitalen Installation kann man alle Titelseiten vom allerersten Heft bis heute abrufen. Dabei lässt sich so einiges Unerwartetes in Erfahrung bringen, etwa dass Theodore „Teddy“ Roosevelt, von 1901 bis 1909 der 26. Präsident der USA, Autor mehrerer Artikel war.
Das Museum of Explorations der National Geographic Society ist nach seiner Eröffnung am 26. Juni 2026 täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Erwachsene bezahlen ab 29,99 US-Dollar Eintritt. Neben den Ausstellungen gibt es auch das
Explorer Eatery zur Stärkung mit Spezialitäten aus zahlreichen Ländern sowie das immersive Theater
Experience our Legacy, das viele Geschichten rund um Expeditionen und Forschungsreisen erzählt.