Harriet Tubman Mural
Harriet Tubman Mural | provided by Maryland Office of Tourism
Harriet Tubman Visitor Center
Harriet Tubman Visitor Center | provided by Visit Maryland
Harriet Tubman Beacon of Hope
Harriet Tubman Beacon of Hope | provided by Jill Jasuta; Alpha Genesis CDC

Auf den Spuren von Harriet Tubman an der Eastern Shore in Maryland

Letzte Änderung 23.07.2026

Im September 1849 floh Harriet Tubman aus der Sklaverei und verhalf in den folgenden Jahren mithilfe eines geheimen Netzwerks an Fluchthelfern, der sogenannten Underground Railroad, über 300 Sklaven zur Freiheit. In Maryland, wo die amerikanische Heldin vor mehr als 200 Jahren geboren wurde, gibt es ihr zu Ehren daher zahlreiche Ausstellungen und Orte, bei denen man auf den Spuren von Harriet Tubman wandeln kann.
 
Sieben Hektar großer Park am Ort der Befreiung
Das Harriet Tubman Underground Railroad National Monument ist eine knapp sieben Hektar große Gedenkstätte des National Park Service und des Bundesstaates Maryland, welcher an das Leben der ehemals versklavten Freiheitskämpferin erinnert. Der Park liegt in Church Creek in der Nähe von Cambridge an der Eastern Shore Marylands und grenzt unmittelbar an das Blackwater National Wildlife Refuge. Das Besucherzentrum eröffnete 2017 und bietet umfassende, interaktive Ausstellungen über ihr früheres Leben sowie ihre Leistungen als Fluchthelferin, Bürgerrechtlerin und Kundschafterin im Amerikanischen Bürgerkrieg. Im Gegensatz zu vielen anderen entflohenen Sklaven kehrte Tubman nach ihrer Flucht ein Dutzend Mal zurück, um Familienmitglieder und weitere Sklaven zu befreien und diese in den sicheren Norden zu führen. Auch im Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten unterstützte sie als Kundschafterin und Krankenschwester und kümmerte sich um die von den Unionstruppen befreiten Sklaven. Das Areal ist darüber hinaus der Startpunkt des Harriet Tubman Underground Railroad Byway, einer rund 230 Kilometer langen Ferienstraße durch Sumpfgebiete, Marschland und Kiefernwälder, welche über Delaware bis nach Philadelphia führt. Auf der Route durch die ehemaligen Sklavenorte können Geschichtsinteressierte mithilfe einer App mehr über die historische Vergangenheit der Region und die Schlüsselfigur im Kampf gegen die Sklaverei erfahren. Die landschaftlich beeindruckende Region der Chesapeake Bay lässt sich sowohl mit dem Auto, Fahrrad oder Boot erkunden.
 
Statue für die Ikone des Freiheitskampfes
Dritte Station auf dem Byway ist das Dorchester County Courthouse in Cambridge, früherer Schauplatz zahlreicher Sklavenauktionen. Hier fand auch die erste Befreiungsaktion Tubmans statt, bei der sie ihrer Nichte Kessiah und deren Kindern zur Flucht verhalf. Besonders eindrucksvoll ist die „Beacon of Hope“ genannte Bronze-Statue von Harriet Tubman vor dem Gebäude, die vom bekannten, mit dem Emmy und Academy Award ausgezeichneten Bildhauer Wesley Wofford geschaffen wurde. Die Statue zeigt die bewegende Szene einer jüngeren Tubman kniend auf hunderten Fesseln zu Füßen der erwachsenen Harriet, die nach dem Nordstern greift. Dieser half ihr, um sich auf dem Weg in die Freiheit zu orientieren, wodurch sie selbst zum Leuchtfeuer (Beacon) für andere wurde.
 
Wandgemälde in die Freiheit
Fünfte Sation auf dem Byway ist das rund 16 Kilometer nördlich gelegene Harriet Tubman Museum & Educational Center. Das Museum wurde grundlegend saniert und feierte im Juni 2026 seine Wiedereröffnung. Besonderes Highlight: Verteilt im Museum befinden sich zahlreiche lebensgroße Wandgemälde des Künstlers Michael Rosato, welcher sie bereits 2019 auf der Außenfassade des Gebäudes verewigte. Das Harriet Tubman Mural mit dem Titel „Take my Hand“ zeigt Tubman, die dem Betrachter die Hand entgegenstreckt. Symbolisiert werden soll ihr Mut und ihre historische Rolle als Freiheitskämpferin. Die neuen Murals sowie die Integration von Audio-, Licht-, Musik- und Videoelementen in den Ausstellungsräumen im Museum bieten emotionale Blickwinkel auf die amerikanische Ikone. Ein neues Hologramm am Eingang des Museums grüßt jeden Besucher und ermöglicht es direkt in die Thematik einzutauchen. Ziel des Museums ist es ihre Geschichte authentisch zu erzählen und sie gleichzeitig in den breiteren Kontext der Sklaverei in Maryland einzuordnen.
Weitere Infos:
Visit Maryland
Visit Maryland

Kontakt für weitere Informationen:

Maria Greiner
maria.greiner@claasen.de
https://www.visitmaryland.org/