125 Jahre Louis Armstrong
©Paul Broussard/NewOrleans.com

125 Jahre Louis Armstrong

Auf den Spuren von Satchmo in New Orleans

Letzte Änderung 15.04.2026

Louis Armstrong, oft „Satchmo“ genannt, war einer der einflussreichsten Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde er durch seine unverwechselbare Stimme und sein Trompetenspiel. Er trug den Jazz von New Orleans in die Welt und entwickelte das Genre zu einer anerkannten Kunstform. Titel wie „What a Wonderful World“ machten ihn unsterblich.
 
Am 4. August 2026 jährt sich sein Geburtstag zum 125. Mal. Auch wenn Armstrong später auf den großen Bühnen der Welt stand und in anderen Städten lebte, blieb New Orleans prägend für seinen Weg. Die Verbindung zwischen dem Musiker und seiner Heimatstadt ist bis heute spürbar.
 
Wo alles begann
Louis Armstrong wuchs in Jane Alley auf, einem armen Teil von New Orleans nahe der South Rampart Street. Hier ereignete sich früh in seinem Leben ein Vorfall, der seinen weiteren Weg unerwartet prägen sollte. In der Silvesternacht 1912/13 feuerte Armstrong mit einer Pistole in die Luft. Ein Jugendstreich, der dazu führte, dass er in das Colored Waif’s Home eingewiesen wurde, eine Einrichtung für Jugendliche in New Orleans. Dort war es an ihm das Signalhorn zu blasen, jedes Mal wenn die Flagge gehisst und wieder eingeholt wurde. In diversen Berichten ist dies als eine der frühesten musikalischen Erfahrungen in Armstrongs Leben genannt.
 
Nach seiner Entlassung fand er seinen Weg in die Musikszene der Stadt. In den Clubs des damaligen „Black Storyville“, jenem Viertel, in dem sich heute das Rathaus von New Orleans befindet, sammelte er erste Bühnenerfahrungen.  Früh spielte Armstrong in Brass Bands und arbeitete mit Musikern wie Joe „King“ Oliver, Bunk Johnson und Kid Ory zusammen. Als Oliver nach Chicago ging, übernahm Armstrong 1919 dessen Platz in der Band von Kid Ory.
 
Von New Orleans in die Welt
Aus den Anfängen in der Musikszene von New Orleans entwickelte sich eine internationale Karriere. Armstrong nahm für große Plattenlabels auf und spielte in Hollywood-Produktionen. Er trat vor Präsidenten und europäischen Königshäusern auf und spielte auch vor hochrangigen Persönlichkeiten in Afrika. Als musikalischer Sondergesandter des US-Außenministeriums reiste Armstrong weltweit und repräsentierte dabei seine Heimatstadt ebenso wie die Vereinigten Staaten. Während des Mardi Gras wurde Armstrong zum King of Zulu gewählt. Diese Auszeichnung bezeichnete er selbst als eine der bedeutendsten seines Lebens. Ein Foto von ihm in dieser Rolle erschien 1949 auf dem Titelblatt des Time Magazine.
 
Ehrenorte in der Stadt
Wenn du dich in New Orleans auf Spurensuche begibst, stößt du an vielen Stellen auf Louis Armstrong. Sein Geburtshaus nahe der Kreuzung von Tulane Avenue und Broad Avenue wird heute durch eine Gedenktafel markiert. Nur wenige Schritte vom French Quarter entfernt liegt der Louis Armstrong Park. Eine Statue erinnert hier an den Musiker, eine weitere steht im Stadtteil Algiers neben dem Fähranleger der Canal Street Ferry.
 
Zum 100. Geburtstag Armstrongs im Jahr 2001 erhielt auch der internationale Flughafen der Stadt seinen Namen und wurde in Louis Armstrong New Orleans International Airport umbenannt.

Armstrong Park at night_©Zack Smith:NewOrleans.com.jpg
Louis Armstrong Park_©Paul Broussard:NewOrleans.com.jpg
 

Ein Blick in Armstrongs Herkunft
Im New Orleans Jazz Museum kannst du noch tiefer in Satchmos Geschichte eintauchen. Die Dauerausstellung „It All Started in Jane Alley: Louis Armstrong in New Orleans“ wurde am 1. August 2024 eröffnet. Hier erfährst du mehr über Armstrongs frühe Jahre und die Menschen, die ihn geprägt haben. Dazu gehören seine Mutter Mayann, die Familie Karnofsky, sein Musiklehrer Peter Davis und sein Mentor Joe „King“ Oliver. Fotografien, historische Objekte und persönliche Geschichten zeigen, wie eng Armstrongs Entwicklung mit New Orleans verbunden war.
 
Hier spielt die Musik
New Orleans gilt als Geburtsort des Jazz und einigen seiner berühmtesten Interpreten. Neben Louis Armstrong stammen auch Musiker wie Jelly Roll Morton, Pete Fountain, Wynton und Ellis Marsalis, Harry Connick Jr., Danny Barker, Kermit Ruffins, Trombone Shorty und Jeremy Davenport aus der Stadt. Der Jazz ist geblieben. In vielen Clubs wird jeden Abend live gespielt. Zu den bekanntesten Adressen zählen Preservation Hall im French Quarter sowie die Clubs von Jeremy Davenport und Kermit Ruffins.
Preservation Hall_©Zack Smith & NewOrleans.com.jpg
 
Die ganze Stadt eine Bühne
Ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist das New Orleans Jazz & Heritage Festival, kurz Jazz Fest, das alljährlich Ende April, Anfang Mai an zwei Wochenenden die Kultur und das musikalische Erbe von New Orleans und Louisiana zelebriert. Auf zahlreichen Bühnen wird eine große Bandbreite amerikanischer Musikstile präsentiert.
 
Ganz im Zeichen von Louis Armstrong steht außerdem das Satchmo Summer Fest. Es wurde 2001 zu seinem hundertsten Geburtstag gegründet und findet seitdem jedes Jahr am ersten Augustwochenende statt. Veranstaltungsort ist das Gelände der historischen New Orleans Mint im French Quarter, in dem sich heute das New Orleans Jazz Museum befindet.
 
2026_Jazz Fest Poster.jpg
Weitere Infos:
New Orleans & Company
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Kontakt für weitere Informationen:

Deborah Theis
deborah@wiechmann.de
https://www.wiechmann.de