5 Bars, wo immer noch einer geht
©Zack Smith & NewOrleans.com
5 Bars, wo immer noch einer geht
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5 Bars, wo immer noch einer geht

Auf einen Absacker

Letzte Änderung 29.05.2026

Wer kennt das nicht. Die Nacht war eigentlich längst vorbei. Vielleicht begann alles ganz entspannt mit einem guten Dinner. Danach noch ein Konzert. Und weil Musik in New Orleans nie genug sein kann, ging es weiter in einen kleinen Club zwischen French Quarter und Frenchmen Street. Irgendwann weit nach Mitternacht macht man sich dann doch auf den Weg Richtung Hotel. Die Beine werden schwerer, der Kopf auch. Und genau in diesem Moment sagt garantiert jemand diesen einen Satz: „Ach komm. Einer geht immer noch.“
 
Willkommen in New Orleans. In kaum einer anderen Stadt funktioniert dieser Satz so zuverlässig wie hier. Die folgenden fünf Bars genießen längst Kultstatus. Nicht wegen perfekter Cocktailkarten oder großer Inszenierung. Sondern weil sie genau dieses typische New Orleans-Gefühl transportieren: unkompliziert, gesellig und irre unterhaltsam.

Bourbon Street Crowd in the French Quarter_©Zack Smith & NewOrleans.com.png
 
Lucy’s (701 Tchoupitoulas St, New Orleans, LA 70130)
Surfer-Vibes im Warehouse District
Das Lucy’s fühlt sich ein bisschen so an, als hätte jemand eine entspannte Strandbar mitten in New Orleans vergessen. Direkt an der Tchoupitoulas Street, nur wenige Schritte vom Caesars Superdome und dem Mississippi entfernt, mischen sich Saints-Fans, Nachtschwärmer und Konzertbesucher. Besonders an Spieltagen der New Orleans Saints wird es voll. Trotzdem bleibt die Stimmung angenehm entspannt. Unten läuft Musik, oben auf der Galerie im zweiten Stock weht oft ein leichter Wind durch die Nacht und irgendwo bestellt garantiert gerade jemand noch eine Runde Margaritas. Bekannt ist Lucy’s unter anderem für seine kräftigen Cocktails und den berüchtigten „Shark Attack!“. Dazu gibt es bis spät in die Nacht solide Bar-Küche mit ordentlich Portionen. Genau richtig, wenn der Abend eigentlich schon vorbei sein sollte.

Lucy's Retired Surfers Bar and Restaurant_©Rebecca Todd:NewOrleans.com.png
 
Little Bar on Gravier (510 Gravier St, New Orleans, LA 70130)
Die berühmte letzte Runde
Manche Bars versuchen cool zu wirken. Die Little Bar on Gravier ist es einfach. Die kleine Dive Bar im Central Business District gehört zu diesen Orten, in denen Touristen und Stammgäste ganz selbstverständlich nebeneinandersitzen. Die Barkeeper sind schnell, freundlich und schenken Drinks aus, die nachts um zwei vermutlich stärker wirken als tagsüber. An den Wänden hängen Sammlerstücke der New Orleans Saints, Fernseher übertragen Sport und irgendwo spricht immer jemand mit jemandem, den er eigentlich erst seit zehn Minuten kennt. Darin liegt der Charme. Besonders beliebt sind klassische Cocktails wie Sazerac oder Bloody Mary. Extravagante Inszenierungen braucht hier niemand. Die Drinks sind gut, die Preise fair und die Stimmung angenehm unkompliziert.
Eine typische „Ach komm, eine geht noch“-Bar eben.
 
Cajun Mike’s (116 Baronne St, New Orleans, LA 70112)
Kaltes Bier und richtig gute Po’ Boys
Von außen wirkt Cajun Mike’s fast unscheinbar. Drinnen wartet dann genau das, was New Orleans so gut kann: ehrliches Essen, kaltes Bier und eine Atmosphäre, die sich keinen Millimeter verstellen muss. Das kleine Pub nahe Canal Street ist besonders für seine Po’ Boys bekannt. Viele schwören auf Varianten mit Alligator Sausage oder Cochon de Lait. Auch Gumbo und Crab Cakes haben sich hier längst einen festen Ruf erarbeitet. Fernseher laufen, irgendwo schaut jemand Football und die Barkeeper begegnen Gästen mit dieser angenehm direkten Art, die in New Orleans schnell vertraut wirkt. Das Schöne an Cajun Mike’s ist, dass hier niemand versucht, besonders trendy zu sein. Und gerade deshalb bleibt man meistens länger als geplant.
Cajun Mike's Pub_©Rebecca Todd:NewOrleans.com.png
 
The Club Ms. Mae’s (4336 Magazine St, New Orleans, LA 70115)
New Orleans rund um die Uhr
Ms. Mae’s gehört zu den legendären Dive Bars der Stadt. Und vermutlich auch zu den wenigen Orten, an denen wirklich jederzeit etwas los ist. Die Bar an der Magazine Street hat 24 Stunden geöffnet. Drinnen gibt es Pooltische, Air Hockey, günstige Drinks und genau die richtige Portion leicht chaotischer New-Orleans-Energie. Viele Einheimische sagen, dass Ms. Mae’s mindestens einmal zu einem echten Abend in der Stadt dazugehören sollte. Berüchtigt ist die „24-Hour Challenge“. Die Aufgabe: jede Stunde ein Drink, insgesamt 24 Stunden lang. Allein diese Anekdote erzählt doch eigentlich schon genug über den Laden.
 
The Upper Quarter (1000 Bienville St, New Orleans, LA 70112)
French Quarter ohne Bourbon-Street-Trubel
Wer im French Quarter unterwegs ist, aber irgendwann genug von Neonlichtern, Frozen Daiquiris und Bourbon-Street-Dauerparty hat, landet vielleicht im Upper Quarter.
Die kleine Neighborhood Bar an der Ecke Bienville und Burgundy Street wirkt deutlich entspannter als viele andere Bars der Umgebung. Statt großer Show gibt es günstige Drinks, Jukebox-Musik und Barkeeper, die ihre Stammgäste oft längst beim Namen kennen. Laut Betreiberangaben befindet sich an diesem Standort bereits seit 1898 eine Bar. Während Saints-Spielen ist hier ordentlich was los. An normalen Abenden fühlt sich die Bar dagegen fast wie das Wohnzimmer des Viertels an. Komm rein, bestell ein Bier und bleib einfach noch ein bisschen.
 
 
Also Party-People: Einer geht doch noch?!
Weitere Infos:
New Orleans & Company
New Orleans & Company

Kontakt für weitere Informationen:

Deborah Theis
deborah@wiechmann.de
https://www.wiechmann.de