Die NCL Bliss verlässt Seattle (c) Port of Seattle
Die NCL Bliss verlässt Seattle (c) Port of Seattle | (c) Port of Seattle

Seattle: Kreuzfahrtmetropole mit Nachhaltigkeitsanspruch

Premieren von Princess Cruises, Virgin Voyages und MSC Cruises ab Seattle

Letzte Änderung 11.06.2026

Im Sommer 2026 feiern in Seattle drei Reedereien Premieren, neue Routen kommen hinzu, und die Stadt baut ihre Rolle als wichtigster Kreuzfahrtstandort im Nordwesten der USA weiter aus. Seattle liegt am Puget Sound und investiert seit Jahren in eine Infrastruktur, die Kreuzfahrt und Stadtentwicklung zusammenführt. Für Kreuzfahrtpassagiere bedeutet das: kurze Wege, funktionierende Abläufe und ein direkter Zugang zur Stadt. Gleichzeitig setzt Seattle konsequent auf Nachhaltigkeit: An den Kreuzfahrtterminals stehen bereits mehrere Shore-Power-Anschlüsse zur Verfügung. Schiffe können während der Liegezeit ihre Motoren abschalten und Strom vom Land beziehen. Die Stadt verfolgt das Ziel, bis 2030 alle Kreuzfahrtschiffe vollständig über Shore Power zu versorgen. Dadurch sinken die Emissionen im Hafenbereich deutlich, was sich unmittelbar auf Luftqualität und Lebensumfeld auswirkt.

Blick auf die Skyline von Seattle mit der Climate Pledge Arena im Vordergrund (c) Michael Dyrland_Climate Pledge Arena


Premieren und neue Routen ab Seattle 
Mehrere Reedereien steuern Seattle 2026 erstmals oder mit neuen Schiffen an. Princess Cruises stationiert mit der Star Princess ihr bislang größtes Alaska Schiff in Seattle. Virgin Voyages kommt mit der Brilliant Lady erstmals in die Stadt und bietet neue Alaska Routen an. MSC Cruises startet mit der MSC Poesia die erste Alaska Saison ab Seattle mit siebentägigen Reisen. American Cruise Lines ergänzt das Angebot ab September 2026 um eine Kombination aus einer Landreise zu drei Nationalparks im Bundesstaat Washington und einer anschließenden Seereise zu den San Juan Islands. Und auch Carnival Cruise Line führte im April dieses Jahres eine neue Route ein, die Mobile im US-Bundesstaat Alabama mit Seattle im Bundesstaat Washington verbindet. Die 16-tägige Kreuzfahrt führt durch den Panamakanal und beinhaltet Stopps in Cabo San Lucas, Puntarenas (Costa Rica) und Cartagena (Kolumbien). Im Jahr 2025 verzeichnete der Port of Seattle 1,9 Millionen Kreuzfahrtpassagiere und 298 Schiffsanläufe. Der wirtschaftliche Effekt für die Region lag bei rund 1,2 Milliarden US-Dollar. 

Tor zu Alaska und den San Juan Islands 
Seattle ist Ausgangspunkt für Reisen entlang der Alaska Inside Passage. Die Route führt durch Fjorde, vorbei an Gletschern, durch bewaldete Küstenlandschaften und Tiergebiete. Für kürzere Aufenthalte bieten sich Ausflüge zu den San Juan Islands an. Bainbridge Island ist in 35 Minuten mit der Fähre erreichbar und verbindet kleinstädtischen Charme, unberührte Natur und weite Blicke auf die Skyline von Seattle. Auch Victoria in British Columbia lässt sich von Seattle aus gut einplanen. 

Seattle erleben: Waterfront und Seattle Center
 
Die Stadt selbst ist für Kreuzfahrtpassagiere leicht zugänglich. Die neugestaltete Seattle Waterfront verläuft direkt am Wasser und verbindet Spazierwege, Aussichtspunkte und gastronomische Angebote. Der Overlook Walk schafft eine direkte Fußverbindung zwischen dem Pike Place Market und der Waterfront. Von hier öffnen sich Blicke auf die Elliott Bay, die Olympic Mountains und den Mount Rainier. Ein zentraler Anlaufpunkt ist das Seattle Center. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen hier dicht beieinander. Gäste mit begrenzter Zeit erreichen mehrere Highlights ohne lange Wege. Dazu gehören die Space Needle mit Aussichtsplattform, das Chihuly Garden and Glass, das Museum of Pop Culture nach einem Entwurf von Frank Gehry sowie die Seattle Opera. Für einen Besuch sollte ein halber Tag eingeplant werden.

Die Monorail verbindet Downtown Seattle mit dem Seattle Center (c) Visit Seattle_Rachael Jones


Direkt erreichbar aus Europa 
Seattle ist von Europa aus gut angebunden. Lufthansa fliegt sechsmal pro Woche nonstop von München sowie täglich von Frankfurt nach Seattle. Condor bietet in der Sommersaison 2026 tägliche Direktflüge ab Frankfurt an. Die Flugzeit liegt bei etwa zehn bis elf Stunden. Gleichzeitig wird der Seattle Tacoma International Airport modernisiert. Das Investitionsvolumen beträgt rund fünf Milliarden US Dollar, der Abschluss der Arbeiten ist für Juli 2026 vorgesehen. 

Weitere Informationen zu Seattle auf www.visitseattle.de sowie auf visitseattle.org. 




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Nadine Skopp
visitseattle@lieb-management.de
https://www.visitseattle.org